Wie es begann
Im Weinviertel gab es schon immer Menschen, die dem Schi fahren frönten, und die suchten Ende der 50iger Jahre in ihrer näheren Umgebung einen „Berg“, wo sie ihrer Leidenschaft nachgehen konnten. Ein schneereicher Winter anfangs der 60iger Jahre kam den Pionieren der heutigen Anlage, Armin Roth, Johann Toth und Leopold Vasak entgegen, sie fanden den „Fahndorfer Berg“. Der Kuhstallberg, ein ca. 400 m langer Hang, der sich zum Schi fahren eignet, wurde Spontan zur „Goaß“ unbenannt. Durch Mundpropaganda wurden es immer mehr Schibegeisterte, darunter auch honorige Hollabrunner (Bezirkshauptmann, Rechtsanwälte, Kaufleute) die diesen größeren Hügel bei ausreichender Schneelage, nach Rückfrage bei den Grundeigentümern, befuhren. Es gab nur ein Problem: Der „Berg“ musste nach jeder Abfahrt bestiegen werden. Ein Lift wäre schön! Sportartikelhändler Karl Buchta brachte an einem Wochenende im Jahre 1968 ein Leihgerät – den „Rucksacklift.“
Nur Wenigen ist bekannt, dass es im Weinviertel einen erstaunlich frühen Zugang zum Schilaufen gegeben hat. Unser Gründungsmitglied HR Mag. Arno Klien verfasste darüber einen Artikel mit dem Titel „Skilauf im Weinviertel“, worüber er im Februar 2011 beim skihistorischen Kongress in Oslo referierte. Der Text, der auch in der Hollabrunner Zeitschrift tip erschien, kann unter diesem Link gelesen werden. 40 kg schwer, 8 PS Benzinmotor, ein 150 m Stahlseil, 8 einklinkbare Bügel. Das war der erste Lift! Die Begeisterung über das Minigerät war groß. An diesem Wochenende wurde so viel Geld gespendet, dass ein neues Gerät angeschafft werden konnte. Diese „Liftanlage“ fand derartig großen Anklang, die Massen stürmten die „Goaß“ und die Pioniere hatten zu tun, den Betrieb aufrecht zu erhalten, und kamen selbst nicht mehr zum Schi laufen, doch das tat ihrer Leidenschaft keinen Abbruch, sie waren stolz auf „ihr Skigebiet!“
